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Als ich während des Studiums an die Börse ging, sah die Welt noch anders aus:
Meine Kurs-Updates kamen über n-tv und den RTL-Teletext. Als dann die Dot.com-Blase platzte (und spätere Crashs folgten), war die Angst vor dem Totalverlust real – die deutsche Medienlandschaft und das Trauma der Telekom-Aktie haben damals ihr Übriges getan. Gefühlt startete ich mit „Angst-Investments“ in Ameisengröße.
Fast 25 Jahre, etliche Marktzyklen und viele Lektionen später sieht die Welt anders aus.
Heute bin ich Diplom-Ingenieur, Familienvater, Ehemann – und vor allem ein absolut tiefenentspannter (Klein-)Investor. Mein Fokus liegt auf soliden Aktien, echtem Dividend Growth, etwas Bitcoin und dem großen Ziel der finanziellen Freiheit - vielleicht passt eher das Wort Gelassenheit.
Mein Leitmotiv für die Märkte (und das Leben): „Be water, my friend!“ 🌊
Starre Dogmen bringen an der Börse nichts. Man muss flexibel bleiben, sich anpassen und vor allem: Ruhe bewahren, wenn es an den Märkten stürmt.
Durch die Jahrzehnte habe ich einen (für mich jedenfalls) wertvollen Erfahrungsschatz gesammelt, den ich hier gerne teile – unaufgeregt, fundiert und mit Blick aufs große Ganze. (Aber natürlich: Alles eigene Meinung, keine Anlageberatung!).
Wenn du Lust auf ehrliche Analysen, Markt-Insights und eine Portion sturmerprobte Gelassenheit hast, lass gerne ein Abo da. 🤝👇🏼
Jack $kellington 🎃 retweeted
Dann wollen wir mal nicht vergessen, uns auch am Sonntag für den Tierschutz zu engagieren.
gofund.me/ebef44497
Danke an alle bisherigen Spender und die die fleißig teilen. ❤️
Du heißt Dörte. Du bist 23 Jahre alt und studierst an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), einer der Exzellenzuniversitäten Deutschlands. Du engagierst dich bei Die Linke und gehst am Wochenende zur Demo gegen den Mietenwahnsinn.
Dein Vater, Thomas, ist Ingenieur bei BMW im Werk Dingolfing in Niederbayern.
Er arbeitet seit 36 Jahren in der Automobilindustrie, hat als Werkzeugmacher-Azubi am Band angefangen und leitet jetzt das Projekt „Hochlauf Neue Klasse 2030", bevor er in Rente geht. Gleichzeitig kämpft er mit den Problemen der Branche: US-Zölle, einbrechender Absatz in China, Konkurrenz durch BYD, sinkende Gewinne, Sparprogramme und Stellenabbau bei den Zulieferern wie ZF, Bosch und Continental, bei denen viele seiner alten Kollegen arbeiten. Dazu kommt die Dauerdebatte ums Verbrenner-Aus. Er fragt sich jeden Abend, ob das Werk in zehn Jahren noch so existiert wie heute.
Thomas überweist dir jeden Monat Geld, um deine Zweizimmerwohnung für 1.850 € in Schwabing und deine Pilates-Reformer-Kurse zu finanzieren.
Du hast einen Jutebeutel mit „Eat the Rich", ein iPhone 17 Pro und ein taz-Abo.
Du findest, dass Großkonzerne „eine soziale und ökologische Katastrophe" sind. Du hast sogar eine 42-seitige Hausarbeit über die symbolische Gewalt des Kapitalismus geschrieben.
Thomas, der seit 1989 um 5:30 Uhr aufsteht, finanziert dein Studium mit seinen alten BMW-Belegschaftsaktien.
An der LMU hast du endlich junge Leute getroffen, die deine Überzeugungen teilen. Ihre Eltern sind Anwälte, Ärzte, Ingenieure oder Führungskräfte. Sie heißen Maximilian, Sophie, Leopold und Franziska.
Ihr habt ein Kollektiv gegründet, das sich gegen den Neoliberalismus wehrt.
Ihr trefft euch jeden Donnerstag in einem Café im Glockenbachviertel, um über Klassenkampf zu diskutieren, bei einer Flasche Wein für 38 €.
Du hast noch nie in einer Fabrik gearbeitet, aber du kennst die Lebensbedingungen des Proletariats perfekt dank deiner Praktika bei Amnesty International, Oxfam und Ärzte ohne Grenzen, die du über die Kontakte deiner Mutter Elisabeth bei der Allianz bekommen hast.
Du erklärst deinem Vater, dass Großkonzerne die Arbeiter ausbeuten.
Er schlägt vor, dass du in den Semesterferien die Kollegen in seinem Werk kennenlernst. Geht nicht, weil du Sophies Geburtstag auf Santorin feierst.
Zu Weihnachten kommst du in die „Heimat" zurück.
Dein Vater holt dich mit seinem neuen Tesla am Bahnhof in Landshut ab.
Auf der Fahrt erklärst du ihm, dass Manager total von der Lebensrealität der Menschen abgekoppelt sind und dass Elon Musk der Abschaum der Menschheit ist.
Thomas lächelt nervös.
Zurück im Familienhaus bietet er dir Gänseleberpastete und Parmaschinken mit Allgäuer Bergkäse an und fragt, ob deine Suche nach einem Praktikum im Bereich politischer Dokumentarfilm vorankommt.
Du sagst ihm, dass du seit diesem Jahr vegan bist und dass er gegenüber Tierleid abgestumpft ist.
Thomas schenkt sich ein Glas Frankenwein ein, setzt sich in seinen Rolf-Benz-Sessel und fragt dich, ob du für eine 100-prozentige Erbschaftssteuer bist.
Ich finde es bemerkenswert, wie sehr Alphabets gemeldetes Aktienportfolio inzwischen an einer einzigen Position hängt.
Zum 30. September hielt Alphabet $GOOG laut SEC-Einreichung 555 Mio. SpaceX-Aktien $SPCX im Wert von 83,7 Mrd. Dollar. Das sind fast 95 % des gemeldeten Portfolios. Im dritten Quartal kamen 3,85 Mio. Aktien dazu.
Ich bewundere die Geduld hinter den 900 Mio. Dollar von 2015. Heute ist das etwa 93-mal so viel wert.
Ich bewerte solche Beteiligungen gesondert, aber ich gewichte sie nicht höher als das Kerngeschäft.
„Natürlich hätten wir, wenn wir 2023 die Dinger weiter hätten laufen lassen, noch mehr Strom zu relativ günstigen Grenzkosten gehabt.“
- Patrick Graichen 🤡
Danke für nichts 🖕🏼
„Natürlich hätten wir, wenn wir 2023 die Dinger weiter hätten laufen lassen, noch mehr Strom zu relativ günstigen Grenzkosten gehabt.“
Patrick Graichen zählt zu den Schlüsselfiguren des von den Grünen in Jahrzehnten hartnäckiger Kaderarbeit geschaffenen Anti-Atom-Staats. Er begann seine Beamtenlaufbahn unter Umweltminister Jürgen Trittin, der den Atomausstieg als sein Lebenswerk sieht.
2012 gründete Graichen gemeinsam mit Trittins Ex-Staatssekretär Rainer Baake Agora Energiewende, die auch dank US-Millionen schnell zu einer einflussreichen Lobbyorganisation der milliardenschweren EEG-Industrie heranwuchs.
Graichen wurde Direktor der Agora Energiewende, blieb aber Beamter. Er war mehr als neun Jahre beurlaubt. 2021 holte ihn Robert Habeck als Energie-Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium. Dort setzte er alles daran, den von seiner Partei erkämpften Atomausstieg trotz Ukrainekrieg und Energiekrise zu vollenden.
Nun traf er bei einer energiepolitischen Konferenz der @Denkfabrik_R21 auf die schlagfertige und sachkundige Kernkraftbefürworterin @VeroWendland. Und plötzlich räumt er ein, dass es wirtschaftlich sinnvoll gewesen wäre, die deutschen Kernkraftwerke am Netz zu lassen:
Gender-Gaga. Die Entwicklung bei neuen Sprachregeln verfolge ich mit massiver Skepsis. Wenn man liest, dass abweichende Begriffe schnell in die Ecke „verbaler Gewalt“ gerückt werden und Sprache vor allem als Machtmittel genutzt wird, entsteht ein Klima der Unsicherheit.
Laut Umfragen traut sich nicht einmal mehr die Hälfte der Menschen in Deutschland, frei ihre Meinung zu äußern.
Im Beruf wie an den Märkten schätze ich präzise, schnörkellose Fakten. Sprache funktioniert durch Klarheit, Verständlichkeit und gemeinsamen Konsens - nicht durch Dekrete, Sternchen oder Begriffsumdeutungen. Ich ziehe für mich die klare Grenze: Ich bleibe bei verständlichem, klassischem Deutsch und konzentriere mich auf Inhalte statt auf Symbolpolitik.
Wie Gojko Mitić treffend fragt: Wird Unrecht beseitigt, nur weil wir Dinge anders nennen? Bekommen die Indianer ihr Land zurück, nur weil wir sie anders nennen?
Dot-com-Blase vs. AI-Boom: Sind wir auf dem gleichen Pfad? 📉🤖
Ein Blick auf den Chart zeigt spannende Parallelen: Die AI-Kurve bewegt sich nach knapp 1.000 Handelstagen bisher erstaunlich parallel zur damaligen Dot-com-Entwicklung – allerdings mit einer moderateren Bewertung als beim ultimativen Dot-com-Peak. Nach dem jüngsten heftigen Washout an der Wall Street erleben Tech- und Halbleiterwerte aktuell eine technisch überverkauft bedingte Gegenbewegung.
☑️ Dot-com Peak damals: +15.065,9 % (nach 1.320 Handelstagen)
☑️ AI Peak bisher: +2,648,6 % (nach 997 Handelstagen)
Wie bewertet ihr die Lage? Stehen wir vor einem nachhaltigen Comeback oder droht Ungemach?
Der Blick auf die aktuellen Quartalsergebnisse zeigt enorme Ausschläge:
🚀 Airbnb $ABNB: Explodiert um 13 % nach starken Buchungszahlen und dem stärksten Umsatzwachstum seit über drei Jahren.
☁️ Cloudflare $NET: Überzeugt mit starken Zahlen und einem Umsatzwachstum von 39 % (wobei hohe Bewertungen Analysten teils vorsichtig stimmen).
📉 DraftKings $DKNG: Muss mit einem Einbruch von 27 % heftige Federn lassen, da die EBITDA-Erwartungen deutlich verfehlt wurden.
Es bewegt sich einiges im AI-Sektor im Vorfeld erwarteter Börsengänge und Finanzierungsrunden:
☑️ Anthropic: Der annualisierte Umsatz hat per Ende Oktober die Marke von 80 Milliarden Dollar erreicht. Die Bewertungs-Messlatte für den anstehenden IPO wurde von ursprünglich bis zu 2 Billionen auf realistischere 1,2 bis 1,3 Billionen Dollar nach unten angepasst.
☑️ OpenAI: Zieht Berichten zufolge ein 11-Milliarden-Dollar-Commitment bei einer zielbaren Bewertung von 1,25 Billionen Dollar an Land.
Trotz niedrigerer Messlatten bleiben diese Mega-IPOs ein starkes Signal für den Markt!
Erinnerst du dich an Warren Buffetts wichtigste Lektion für Marktturbulenzen? 📉💡
„Wer nicht zusehen kann, wie seine Aktien um 50 % fallen, ohne in Panik zu geraten, sollte überhaupt nicht an der Börse investieren.“
Die Fakten zeigen, dass genau das selbst den weltbesten Unternehmen passiert:
☑️ Berkshire Hathaway selbst hat in seiner Geschichte dreimal mehr als 50 % an Wert verloren (1973–1975, 1999–2000 und 2008–2009).
☑️ Buffetts Reaktion? Kein Nachdenken über Verkaufen. Er nutzte die Panik der Masse, um Qualitätsunternehmen mit enormem Abschlag zu kaufen.
Warren Buffetts Ratschlag für 50%-Crashes lässt sich auf 3 Regeln herunterbrechen:
1️⃣ Fokussiere dich auf das Geschäft, nicht auf den Tickersymbol-Kurs. Ein sinkender Aktienkurs bedeutet nicht, dass das Unternehmen schlechter geworden ist.
2️⃣ Nutze den emotionalen Marktwahn (Mr. Market). Die Börse ist da, um dir Preise zu bieten, nicht um dir zu sagen, was ein Unternehmen wert ist.
3️⃣ Cash ist Sauerstoff. Halte immer Liquidität bereit, um an solchen Rabatt-Tagen handlungsfähig zu sein.
Crashes sind der Preis, den man für langfristige Überrenditen zahlt. Wenn der Markt fällt, ändert sich nicht der Wert hervorragender Unternehmen – nur ihr Preis. 🛍️
Wenn das Geld schwerer aufzutreiben ist, passen sich die Kurse an. Genau das passiert gerade.💥
Wer Tage wie diesen hasst, macht alles falsch.
Die besten Investoren beten um solche Tage. Tolle Unternehmen gibt’s endlich im Angebot. 🏷️
Bist du in deinen 20ern oder 30ern? Dann ist das dein größtes Geschenk. Du hast Jahrzehnte Zeit.
Jeder rote Tag ist ein Rabatt, den du nie wieder bekommst. 📉🛍️
💥Crash am Aktienmark 📉📉📉
Der Kreditmarkt hat‘s zuerst gesehen 😉.
Ein Blick in die Finanzgeschichte zeigt ein bekanntes Muster: In der Finanzkrise haben die Kreditmärkte Monate vor den Aktienmärkten gewarnt. Genau diese Diverganz sehe ich heute wieder.
Während Aktien noch stabil dastehen, zuckt der Anleihemarkt bei KI-Infrastrukturen und Risikoprämien spürbar nervös.
Ich habe mein Depot etwas defensiver aufgestellt und halte Cash vor, um bei echten Korrekturen handlungsfähig zu bleiben.
Die Technologie setzt sich langfristig durch, aber das Makro-Umfeld verlangt aktuell maximale Bilanzdisziplin statt blinden Optimismus.
Der Grund für das Massaker im Tech-Sektor: Angstdruck auf den KI-CapEx-Zyklus! 🤖📉
Nach dem demokratischen Sieg bei den Midterms meldet sich Sen. Bernie Sanders zu Wort und fordert erneut ein nationales Datenzentrum-Moratorium: "Die Amerikaner wollen nicht, dass Big-Tech-Oligarchen die Umwelt zerstören und Arbeitsplätze vernichten."
Die Sorge der Anleger: Ein politischer Bremsklotz für den Bau neuer Data Center in den USA könnte den größten Wirtschaftsmotor der letzten drei Jahre abwürgen.
Die Halbleiter- & Infrastructure-Werte zahlen die Zeche:
📉 Nvidia & Broadcom: -9%
📉 Oracle: -8%
📉 SOXX Semiconductor ETF: -11% (schlechtester Tag seit März 2020!)
📉 Neoclouds: CoreWeave (-13%), Nebius (-16%), Iren (-17%)
📉 Qualcomm: -11% trotz guter Zahlen (Ausblick enttäuschte)
Die Post-Election-Party an der Wall Street dauerte exakt einen Tag. 🎉➡️💥
Der Markt dreht brutal ins Minus und löscht die gestrigen Rekordgewinne komplett aus:
📉 Dow Jones: -1.620 Punkte (-3,0%)
📉 S&P 500: -3,9% (schlechtester Tag seit April 2025)
📉 Nasdaq Composite: -5,3% – damit offiziell in der Korrektur (-10% vom Allzeithoch)
📉 Russell 2000: -4,6% (ebenfalls in der Korrektur)
Die Hoffnung auf politische Entlastung weicht schlagartig der Angst vor einer Regulierungswelle im Tech-Sektor.
Ist das schon der Einstieg oder der Beginn einer Bärenmarkt-Phase im Halbleitersektor? 🤔
Die harte Korrektur bei AI-nahen Werten (CoreWeave, Nebius, Lumentum) hat Spuren hinterlassen. Aber: Das Forward-PE-Ratio des Nasdaq 100 ist auf ein Niveau zurückgefallen, das wir seit 4 Jahren nicht mehr gesehen haben. Ähnliches gilt für den SOX-Halbleiterindex (Stand wie 2018).
Wer Qualität im Dip sucht, muss jetzt genau hinschauen. 💡
Tech und AI stehen weiter im Gegenwind: Die Demokraten haben in vielen für Rechenzentren wichtigen Bundesstaaten (u.a. Texas) starke Gewinne eingefahren.
Die Sorge: Regulatorische Hürden und physische Infrastruktur-Engpässe bremsen das Data-Center-Wachstum.
📉 Earnings-Realität:
☑️ $QCOM: EPS-Ausblick verfehlt Midpoint (-5% nachbörslich)
☑️ $ARM: Zahlen zwar über Konsens, aber "im Rahmen reicht nicht" bei diesen Bewertungen (-3,5%)
Der Sektor ringt mit dem Zenit-Wachstum. ⚠️
Warum diese steile Aufwärtsbewegung? Ein Blick unter die Haube erklärt den Squeeze:
📉 CTAs & Hedgefonds: Systemische Trendfolgemodelle waren massiv short positioniert und rennen der Rally jetzt hinterher.
🔄 Buybacks sind zurück: Nach der Q3-Berichtssaison werden die Aktienrückkäufe wieder voll aktiviert (allein im Oktober 166 Mrd. $ genehmigt).
Während Profis wochenlang Risiken reduziert haben, kauften Privatanleger konsequent den Dip. Jetzt drückt das Short-Covering den Markt. 🚀
Was für ein Markttag gestern an der Wall Street! 🇺🇸 Der Dow Jones explodiert um rund 1.600 Punkte – die stärkste Post-Midterm-Rally seit 1986.
Der perfekte Cocktail:
1️⃣ Politische Klarheit nach den Midterms
2️⃣ WTI-Ölpreis bricht ein (-7,6%)
3️⃣ Rückläufige Anleiherenditen
Historisch gesehen (7 von 7 Fällen) stand der S&P 500 6 Monate nach einem "Republicans vs. Democratic Congress"-Szenario im Schnitt 18% höher. Die Ampeln stehen auf Grün für Saisonalität! 📈📉
Zweistellige Tagesgewinne bei Industrie-Schwergewichten wie 3M und Stanley Black & Decker zeigen, wie sehr politische Unsicherheit vorher auf den Kursen lastete. Als Investor freue ich mich über das Plus, verlasse mich bei meinen Investments aber lieber auf Substanz als auf politische Atempausen.
Ich habe mir die jüngsten Zahlen und Capex-Prognosen von Amazon noch einmal im Detail durchgerechnet. Ja, der freie Cashflow leidet aktuell massiv unter den enormen Investitionen und lag im letzten Quartal sogar bei minus 42,4 Milliarden USD. Wenn 2026 rund 220 Milliarden USD und im Folgejahr noch mehr in die Infrastruktur fließen, wirft das bei vielen Anlegern Fragen auf.
Mir fällt jedoch auf, mit welcher Konsequenz hier das Fundament für die nächste Dekade gelegt wird. AWS wächst im 3. Quartal um 39,3 Prozent auf 46 Milliarden USD (das schnellste Wachstum seit fast fünf Jahren) und der Backlog liegt mittlerweile bei 578 Milliarden USD.
Mich fasziniert dieser massive Kapitaleinsatz, auch wenn er kurzfristig auf die Margen drückt. Für mich ist klar: Ein 1-Billion-Dollar-AWS-Geschäft klingt zwar nach Marketing, ist aber die logische Konsequenz. Amazon baut heute die digitale Infrastruktur, für deren Nutzung der Markt morgen kontinuierlich zahlt.













