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Wie schnell doch die Tage vergehen, wenn man liebt. Vielleicht ist Zeit nur ein anderes Wort für Einsamkeit .
Tag 6. Noch 174 Tage, schreibst du. Dann sei ein halbes Jahr vorbei. Wie viele Milliliter Tränen wird das machen?
Überall Notizen über Dich. Verzweifelt Gekritzeltes. Dreh mich um mit deinen Worten. Dreh mich um. Und merke, dass Sanftheit überleben kann.
Wie lange wird sich meine Haut erinnern? Wird als erstes dein Bild verblassen oder deine Berührung auf meiner Haut?
Ich glaubte an die Nischen, in denen die Haie nicht existieren. Und dann fand ich sie - genau dort. Trotzdem weiter daran glauben, dass die Sanftmut überleben kann.
Du bist der Bluthund meiner Wunden. Doch in meinen Träumen bist du der Kuschelhund, der in meinen Armen liegt und weint.
Du bist der Bluthund meiner Wunden. Und dann, wenn ich träume, bist du der Kuschelhund, der sich in meine Arme schmiegt und weint.
Hier lernte ich Dich kennen. Hier schrieben wir einander. Hier entstand das Wunder aus Worten, das jetzt lebt. Darum wieder schreiben.
Meine Lippen weinen, und wollen doch nur küssen. Meine Augen schreien, und wollen doch nur träumen. Meine Hände zittern, und wollen doch nur streicheln.
Ein Fluss für die Tränen. Einer für die Wünsche. Und einer für die Verwünschungen. Aber dass alles fließt, daran kann ich mich nicht gewöhnen.
Du fragst mich, ob ich dich liebe. Ja, will ich sagen, ja, du warst der Tropfen, auf den ich gewartet habe, aber ich war zu heiß, zu heiß.
Deine Duldsamkeit ist flehend, so als hättest Du niemals Zuneigung erfahren. Kinder sind wir, Kinder bis zum Ende.
