Auf einen speziellen Umstand bzw. einen besonderen Aspekt unserer neuen Arbeit
"Moving the goal post and using ethics as a rhetorical refuge doesn’t change the evidence"
hinsichtlich einer Geschlechtsdysphorie (GD) bei Minderjährigen (rdcu.be/mbPvc7UeuJqa) möchte ich zusätzlich hinweisen:
-> Man beachte den enormen Begutachtungszeitraum von 1,5 Jahren (!) für ein ethisches Comment-Paper mit vergleichsweise geringer Seitenzahl, und dies bei einem "Matters Arising"-Topic in einer medizinethischen Fachzeitschrift.
-> Dies ist absolut unüblich. Die Hürden diesen Comment zu veröffentlichen waren, um es vorsichtig zu formulieren, nicht unerheblich.
-> Ob ein solch langer Begutachtungszeitraum von 1,5 Jahren in einer medizinethischen Fachzeitschrift für ein wirklich aktuelles "Matters Arising"-Paper bei vulnerablen Minderjährigen mit GD noch als ethisch vertretbar angesehen werden kann muss jeder für sich selbst entscheiden ...
Neues Paper veröffentlicht.
Anbei der Link zu unserer neuen Publikation in der Fachzeitschrift BMC Medical Ethics zum Thema Geschlechtsdysphorie bei Minderjährigen.
Im Fokus steht dabei auch das „Moving the Goalpost“-Phänomen. Gemeint ist hier die Verschiebung von Argumentations- und Bewertungsmaßstäben in dieser wichtigen medizinethischen Debatte.
rdcu.be/mbPvc7UeuJqa
#GenderDysphoria #MedicalEthics #Bioethics
Ein interessanter Artikel mit dem Titel "Signs and symptoms of fraud" von @Bernard_Lane ist soeben erschienen:
open.substack.com/pub/gender…
Es wird auch auf das neue Buchkapitel "Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter" aus dem "Handbuch Entwicklungs- und Erziehungspsychologie" (Springer), welches ich zusammen mit meinem Kollegen Dr. Werner Königschulte geschrieben habe, eingegangen.
Hier der Link zum Kapitel:
link.springer.com/rwe/10.100…
Dieser wirklich lesenswerte Gastbeitrag von Frau Prof. Ute Johanna Bayen (Uni Düsseldorf) mit dem Titel
"Gedanken nach einer ungewöhnlichen Vorlesung - Kritik ist keine Feindschaft"
ist soeben bei Cicero erschienen:
cicero.de/kultur/gedanken-na…
Neuigkeiten aus den USA:
Der "Wolves In White Coats"-Report zum Thema Geschlechtsdysphorie im Kindes- und Jugendalter ist soeben erschienen.
Hier kann man den Report einsehen:
hhs.gov/sites/default/files/…
Today, @HHSGov released “Wolves in White Coats,” a comprehensive commissioned report that presents HHS’ findings and recommendations about the industry pushing and profiting off so-called “gender medicine.”
Pursuant to its recommendations, today @VP, as Chairman of @WHFraudTF, and @SecKennedy referred hospitals and clinics identified by the report to @TheJusticeDept and @OIGatHHS for possible violations of federal law.
Diesen Beitrag kannte ich noch nicht, er ist wirklich sehr ergreifend.
1/8:
Mikael Landén weist in einem aktuellen Beitrag darauf hin, dass der Begriff „Genderidentität“ – auf den viele medizinische und rechtliche Entscheidungen gestützt werden – begrifflich unscharf und zirkulär verwendet wird:
„Genderidentität“ als innere Wahrnehmung von „Gender“, ohne dass „Gender“ selbst präzise definiert ist.
Hier der Link: onlinelibrary.wiley.com/doi/…
Thread folgt.
7/8:
Der Artikel warnt zudem vor einer vorschnellen Umstellung auf reine Selbstdeklaration von „Gender“ in rechtlichen und sozialen Kontexten und plädiert dafür, das biologische Geschlecht als primäre Kategorie beizubehalten.
„Genderidentität“ könne eine ergänzende Beschreibung subjektiver Erfahrung sein, solle aber nicht die unsichere Grundlage weitreichender medizinischer und rechtlicher Entscheidungen bilden.
8/8:
Insgesamt unterstreicht Landéns Beitrag, dass begriffliche Klarheit, ehrliche Diskussion der schwachen Evidenzlage und Zurückhaltung gegenüber invasiven Maßnahmen – gerade im Jugendalter – zentrale Voraussetzungen für verantwortliches Handeln sind.
Ohne klare Konzepte und belastbare Daten ist es aus dieser Perspektive riskant, weitreichende medizinische Eingriffe bei Minderjährigen mit Geschlechtsdysphorie zu normalisieren.
1/6:
In einer aktuellen Kommentierung der neuen deutschsprachigen S2k‑Leitlinie zu Geschlechtsinkongruenz / Geschlechtsdysphorie im Kindes- & Jugendalter von Tietz (2026) wird betont:
Die Leitlinie erkennt zwar die unsichere Evidenzlage für körpermodifizierende Maßnahmen grundsätzlich an, hält aber dennoch an einer grundsätzlich affirmativen Ausrichtung fest – ein Punkt, der zu erheblichen innerfachlichen Kontroversen geführt hat.
Hier der Link: link.springer.com/article/10…
Thread folgt.
5/6:
Methodisch problematisch ist, dass die Leitlinie sich bei Behauptungen eines langfristigen Nutzens gestufter körpermodifizierender Maßnahmen auf wenige nicht kontrollierte Verlaufsstudien stützt, die erhebliche Mängel haben und deswegen in systematischen Übersichten teilweise gar nicht berücksichtigt wurden.
Gleichzeitig orientiert sich der Text der Leitlinien stark an den WPATH‑Standards of Care (SOC8), deren Qualität und Unabhängigkeit selbst in Frage stehen.
6/6:
Im Fazit kommt die Kommentierung von Tietz zu dem Ergebnis, dass die betreffende neue S2k‑Leitlinie trotz vorsichtigerer Töne keinen belastbaren medizinischen Standard für Maßnahmen bei Minderjährigen mit GD etabliert:
Die Evidenz bleibt schwach, zentrale Begriffe sind ungeklärt, der affirmative Ansatz wird nicht durch klare, evidenzgestützte Handlungsanleitungen unterlegt.





